Samstag, 24. Mai 2008

Mittwoch, 9. April 2008


Selbst ein Herkules sei ein Kollektivwesen, und selbst ein Genie bedürfe der guten Einfälle derer, die es umgeben, sagte Goethe im Februar 1832, einen Monat vor seinem Tod, zu Frédéric Soret. »Was bin ich denn selbst, was habe ich geleistet? Alles, was ich gesehen, gehört und beobachtet habe, habe ich gesammelt und ausgenutzt. Meine Werke sind von unzähligen verschiedenen Individuen genährt worden, von Ignoranten und Weisen, Leuten von Geist und von Dummköpfen; die Kindheit, das reife und das Greisenalter, alle haben mir ihre Gedanken entgegengebracht, ihre Fähigkeiten, Hoffnungen und Lebensansichten. Ich habe oft geerntet, was andere gesät haben, mein Werk ist das eines Kollektivwesens, das den Namen Goethe trägt.«

Mittwoch, 26. März 2008

Mich interessiert nur der „Quatsch“, nur das, was keinerlei praktischen Sinn hat. Mich interessiert das Leben nur in seiner unsinnigen Erscheinung. Heldentum, Pathos, Schicksal, Moral, hygienisch Reines, Sittlichkeit und Glücksspiel – sind mir verhasste Worte und Gefühle. 

Donnerstag, 28. Februar 2008

Dienstag, 1. Januar 2008


Die höchste Form des Glücks ist ein Leben mit einem gewissen Grad an Verrücktheit. 
(Erasmus von Rotterdam)

      

Dienstag, 11. Dezember 2007


wie läuft das hin, so voll, so breit, wie glückt mir Alles, wie ich’s treibe, zwar fehlt der Schrift die Deutlichkeit, was thut’s, wer liest denn, was ich schreibe,

Freitag, 23. November 2007


Es ist eine Stufe der Cultur, das Große und Extreme zu schätzen, den großen Menschen, die stärkste Produktivität, das wärmste Herz. Aber um die Welt zu begreifen, muß man zur höheren Stufe kommen, daß das Kleine und Unscheinbare wichtiger in seinen Wirkungen ist z. B. die gebundenen Geister usw.