Donnerstag, 18. März 2010
woher ein Einsprengsel stamme, im Text selber sage er es nie, das würde zu weit führen, voici, jedwedes Haupt ist krank, ein jedes Herz matt, c’est pourquoi voici, es werde ihm unbehaglich, wenn er über sein Buch rede, es werde ihm schlecht, er wolle jetzt aufhören, es sehe ja so aus, als ob er sich aufspielen wolle, als ob er sich interessant machen wolle, er wolle sich interessant machen mit allerlei Getue und Andeutungen, und niemand kann löschen,
Donnerstag, 18. Februar 2010
also wolle er jetzt aufhören, er wolle nicht, dass ein falscher Eindruck entstehe, er bitte einfach alle, sich nicht zu viele Gedanken über ihn zu machen, am besten mache man sich überhaupt keine Gedanken über ihn, wenn man etwas sagen könne, dann sei es das, es sei wirklich ganz nebensächlich, wer da diesen kleinen Teppich gewoben habe, ô beaux yeux azurins, mit ihm sei nichts anzufangen,
Montag, 18. Januar 2010
man solle ihn in Ruhe lassen, er werde auch nie ein Interview geben, was wollte er denn sagen, irgendetwas Schönes von Verzweiflung und Sehnsucht, ô regards de douceur, das wäre gewiss etwas, oder er würde sagen, der Welt sei nicht zu helfen, und das wäre ihm dann auch nicht recht, so ein zartes, ein mitfühlend Herz, der Welt sei vielleicht schon zu helfen, das spüre er manchmal recht deutlich,
Freitag, 18. Dezember 2009
aber nun wolle er aufhören, das sei die Einleitung gewesen, das genüge, mehr könne beim besten Willen nicht gesagt werden, ob das nun eine gute Einleitung sei, frage er sich, oder ob es wieder eine schlechte Einleitung sei, er habe nämlich schon mehrere Bücher verfasst und bei allen diesen Büchern jeweils eine eigentliche Horroreinleitung verfasst, eine unmögliche Einleitung, die ihm dann jeweils gezeigt habe, dass auch das Buch selber unmöglich gewesen sei,
Mittwoch, 18. November 2009
wenn man zu einer solchen Einleitung gedrängt wird, muss das Buch unmöglich sein, habe er gedacht und diesen Gedanken sodann bestätigt gefunden, die bisher verfassten Bücher seien unmögliche Bücher gewesen, vielleicht sei es dieses nun nicht, vielleicht sei es aber auch dieses, dann müsste er weiter sein Glück versuchen, müsste er das Buch umschreiben oder ein neues Buch anfangen, wenn er nur wüsste, was er machen sollte, die Götter legten’s in den jungen Busen,
Sonntag, 18. Oktober 2009
ob er etwa noch ein Gedicht einrücken solle, manche Autoren hätten diesen schönen Brauch gepflegt, sie hätten ihre Bücher mit Gedichten aufgelockert und verschönert, was ihr wollet, ob das angenehm wäre, oder ob das alles nur noch schlimmer machen würde, eine Zueignung, ob er das machen solle, was ihr wünschet, also er werde ein Gedichtchen einschalten, in seiner ihm so lieben Sprache, nimmer kann ich’s euch versagen, das nehme sich dann wie folgt aus:
Freitag, 18. September 2009
är hebi öppis gschribä,
wo niemert verstöchi,
das segi äs guets Zeiche,
wänn öppis vo niemeräm verstandä würdi,
öppis wo verstandä wärdi,
segi nüht wärrt, gar nüht,
är wetti das, wonär geschribä hebi,
am liäbschtä na übersezzä,
und zwahr inä Sprach, wo sältä segi,
zum Biischpiil is Kroahtische,
aber vilicht gebis dänn Kroahte,
wo doch plötzlich öppis vo demm
wonär geschriibe hebi läse würdid,
also mössti är warrschinnli änanderi Sprach findä,
är mössti e ganz unnbekannti Sprach findä,
irgendwo inn Polineehsiä oder inn Affrika
oder imm Tibeeht.
wo niemert verstöchi,
das segi äs guets Zeiche,
wänn öppis vo niemeräm verstandä würdi,
öppis wo verstandä wärdi,
segi nüht wärrt, gar nüht,
är wetti das, wonär geschribä hebi,
am liäbschtä na übersezzä,
und zwahr inä Sprach, wo sältä segi,
zum Biischpiil is Kroahtische,
aber vilicht gebis dänn Kroahte,
wo doch plötzlich öppis vo demm
wonär geschriibe hebi läse würdid,
also mössti är warrschinnli änanderi Sprach findä,
är mössti e ganz unnbekannti Sprach findä,
irgendwo inn Polineehsiä oder inn Affrika
oder imm Tibeeht.
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