Samstag, 18. Februar 2012

er sei ja jetzt nach dem Abschluss dieses Riesenbuchs irgendwie ganz ohne jede Beschäftigung und ohne jedes Ziel, er habe Zeit, er könne gut ein wenig über seinen Text plaudern, diesen Text gebe es im übrigen wirklich, es sei nicht so, dass er einfach angeben würde und so tun würde, wie wenn er ein Riesenbuch geschrieben hätte,

Mittwoch, 18. Januar 2012

Christe elèison, es gebe es, allerdings nur auf Disketten, auf drei Disketten habe es Platz, ausgedruckt habe er es nicht, was wollte er denn mit tausenddreihundert Seiten, er wüsste ja gar nicht wohin damit, er habe also nur die Disketten und könne somit auch den ganzen Text in ein paar Sekunden löschen, was viel komplizierter wäre, wenn er ihn ausgedruckt hätte,

Sonntag, 18. Dezember 2011

wie könne er tausenddreihundert Blatt wegbringen, er könne sie ja nicht mit ruhigem Gewissen der Altpapiersammlung mitgeben, die Blätter könnten ja dort entdeckt werden und könnten somit plötzlich irgendwie unkontrolliert in Zirkulation gelangen, er müsste also die Seiten vernichten, das sei ihm einfach zu aufwendig, Christe elèison,

Freitag, 18. November 2011

also, wenn man ihn frage, was denn da auf diesen Seiten behandelt würde, so hätte er die grösste Mühe, das zu sagen, er könnte es nicht sagen, was wisse er denn, was könne er denn sagen, er wisse nicht, was er gemacht habe, er habe einfach geschrieben, jahrelang fast jeden Tag, immer eine Stunde, manchmal auch zwei oder drei Stunden, unterbrochen von grösseren Pausen, aber nie mehr als drei Stunden im Tag,

Dienstag, 18. Oktober 2011

drei Stunden seien ihm immer das Maximum gewesen, schwindet, also eine Liebeserklärung sei es aller Wahrscheinlichkeit nach nicht, auch keine Liebesgeschichte, obwohl manches auf eine Liebesgeschichte hindeuten würde, sei es keine Liebesgeschichte, Purpur und Glanz, es sei im übrigen auch kein politisches Buch, obwohl es gewisse politische Urteile enthalte,

                        

Sonntag, 18. September 2011

man müsse im übrigen, wenn man auf solche Urteile stosse, nicht gleich meinen, es seien seine politischen Urteile, es seien längst nicht immer seine Urteile, es seien fast nie seine Urteile, er habe ja gar nie selber ein Urteil, es sei oft ein Zitat, scheidender Sonne hinweg, von irgendeiner Kapazität, er wolle keine Namen nennen, es helfe einem nichts, wenn man wisse, wer was gesagt habe,

Donnerstag, 18. August 2011

man müsse ohnehin sein Buch von einem Punkt aus lesen, von welchem alles Gesagte sich zu einem einzigen grossen Gesagten vereinige, nun ja, es habe in diesem Buch allerlei interessante Zitate, und es würde ihn dann schon sehr wunder nehmen, ob der Kenner herausfinden würde, was von wem sei, lange erfüllt schon Nacht das Tal, man könne das nämlich nicht immer sehen, er habe diese Zitate manchmal etwas verändert oder vermengt,