Sonntag, 18. Oktober 2009




ob er etwa noch ein Gedicht einrücken solle, manche Autoren hätten diesen schönen Brauch gepflegt, sie hätten ihre Bücher mit Gedichten aufgelockert und verschönert, was ihr wollet, ob das angenehm wäre, oder ob das alles nur noch schlimmer machen würde, eine Zueignung, ob er das machen solle, was ihr wünschet, also er werde ein Gedichtchen einschalten, in seiner ihm so lieben Sprache, nimmer kann ich’s euch versagen, das nehme sich dann wie folgt aus:

Freitag, 18. September 2009

är hebi öppis gschribä,
wo niemert verstöchi,
das segi äs guets Zeiche,
wänn öppis vo niemeräm verstandä würdi,
öppis wo verstandä wärdi,
segi nüht wärrt, gar nüht,
är wetti das, wonär geschribä hebi,
am liäbschtä na übersezzä,
und zwahr inä Sprach, wo sältä segi,
zum Biischpiil is Kroahtische,
aber vilicht gebis dänn Kroahte,
wo doch plötzlich öppis vo demm
wonär geschriibe hebi läse würdid,
also mössti är warrschinnli änanderi Sprach findä,
är mössti e ganz unnbekannti Sprach findä,
irgendwo inn Polineehsiä oder inn Affrika
oder imm Tibeeht.

Dienstag, 18. August 2009

Er hoffe, dass man ihm dieses kleine Gedichtchen abnehme, man solle so gut sein und es bestehen lassen, er sei nun gewissermassen in den besten Jahren, besser könne es für ihn wohl nicht mehr kommen, Besseres könne er nicht mehr machen, er müsse nun wohl mit dem Gedanken leben, dass das, was er gemacht habe, das Beste sei, was ihm möglich sei, viele weitere tausendsiebenhundertseitige Bücher könne er nicht mehr schreiben, und dieser Gedanke sei manchmal ein bisschen bedrückend, little boy lost,

Samstag, 18. Juli 2009

sein Text bilde im übrigen eine Schlaufe, er habe kein Anfang und kein Ende, das was jetzt Anfang sei, habe er aufgrund einer Zufallszahl bestimmt, und es seien alles nur Träume, er habe alles nur geträumt, und unter anderen Bedingungen hätte er mehr leisten können, he takes himself so seriously,

Donnerstag, 18. Juni 2009

die Bedingungen, unter denen er habe arbeiten müssen, seien nicht die besten gewesen, aber andere hätten ja auch alles andere als beste Bedingungen gehabt, es seien immer alle weit von den besten Bedingungen weg gewesen, also das sei es, oder nein, es sei es noch nicht, das lächerliche aufgedonnerte Er wolle noch weiter reden, es komme noch einmal mit einem Gedicht.

Montag, 18. Mai 2009

äs segi i demm Täggscht
lenggscht nid ales gseit,
äs segi viles nur aahtühtet,
und viles nidemal aahtühtet,
äs segi viles total versteckt,
oder äs wärdi s’Gägeteil
vo demm gseit,
woner hebi wellä sägä,
äs hebi also eigentlich känn Sinn,
das zläse,
är wetti eigentlich nid,
dass das öpper läsi.

Samstag, 18. April 2009

Er habe ursprünglich einen genau tausendseitigen Text verfassen wollen, so jedenfalls habe er es gelobt, es stecke ja hinter diesem Text ein Gelöbnis, aber er habe die Tausendermarke in voller Fahrt passiert, mit grosser Geschwindigkeit sei er über sie hinausgeschossen und habe erst bei tausenddreihundert Seiten anhalten können, aber du, vergesse mich nicht, es gebe in diesem Text Teile, die man vielleicht uninteressant oder banal oder dumm finde,