Montag, 18. April 2011
es gebe allerdings gewisse Texte, die er extra zweimal eingefügt habe, es seien dies Texte, die ihm von grosser Bedeutung erschienen seien, aber eigentlich seien ja alle Texte von grosser Bedeutung, exclamaciones del alma a Dios, es habe Wendungen gegeben, die er gerne hundertfach in den Text aufgenommen hätte, so sehr habe er sie geliebt, er habe sie aber dann doch nur einmal in den Text gegeben und sei nicht mehr weiter auf sie zurückgekommen,
Freitag, 18. März 2011
schon Nacht das Tal, er habe auch beim Briefmarkensammeln immer versucht, von einer Marke so viele Exemplare wie nur möglich zu haben, er habe diese Marken dann alle in seine Alben gesteckt, fünf oder sechs oder auch zwanzig hintereinander, das habe prächtige Alben gegeben, es sei ein gutes Gefühl gewesen, wenn er mit einem solchen vollen Album herumgelaufen sei, il me serra contre lui avec fougue,
Freitag, 18. Februar 2011
wobei es allerdings immer nur die kleinen Werte gewesen seien, von denen er mehrere Exemplare habe sammeln können, die Fünfer- und die Zehnermarken, von denen habe er ganze Schachteln voll, es gebe Ausgaben, von denen er über tausend Exemplare habe, et puis, es seien alles Stimmen, in seinem Buch, man höre Stimmen, und man müsste deshalb das Buch aufführen, als Hörspiel oder als Theater, besser noch als Oper,
Dienstag, 18. Januar 2011
es sei dies ein Gesang, man müsse es singen, mit vielerlei Begleitmusiken, in einer einzigen, ungeheuer langen Aufführung, de nouveau, Akustiker sei er, Akustiker, Atemtechniker, oder Physiker, Optiker, er spiegle alles hin und wieder, il entra en moi, er müsse im übrigen auch noch beifügen, dass er mit diesem Buch natürlich niemals das erreicht habe, was er habe erreichen wollen,
Samstag, 18. Dezember 2010
er sei nicht an seinen Gegenstand herangekommen, dieser Gegenstand bleibe im Dunkel, er umkreise ihn aber, und es sei womöglich anderen möglich, mit den Daten, die er gesammelt habe, etwas anzufangen, man müsse diese Daten anders anordnen und nach neuen Methoden interpretieren, dann würde man zu neuen Schlüssen kommen, er sei zu keinen Schlüssen gekommen, für ihn sei alles ein grosses Rätsel, propterea meretrix audi verbum Domini,
Donnerstag, 18. November 2010
er habe in seinem Leben vieles falsch gemacht, immer das Falsche, das könnte sein Motto sein, und demnach habe er nun auch ein falsches Buch gemacht, aber man dürfe nicht zum vorneherein das Falsche verwerfen, im Falschen sei manchmal mehr Wahrheit als im Richtigen, ob man denn glaube, dass in dem, was man gegenwärtig als das Richtige bezeichne, viel Wahrheit sei, por las noches, man könne sein Werk auch als Interpretation bezeichnen,
Montag, 18. Oktober 2010
er interpretiere eigentlich nur, er sage das, was auch andere vor ihm schon gesagt hätten, nur in anderen Worten, busqué en mí lecho, es gebe viele Sachen, die seiner Ansicht nach nicht richtig verstanden würden, und er mache in diesem Werk den Versuch, sie richtig zu verstehen, Lord have mercy, er interpretiere immer mindestens drei oder vier grosse Texte mehrfach und miteinander und gegeneinander, diesen Texte stünden ja alle miteinander in Beziehung, im Guten wie im Schlechten, sick with love,
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